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Verkehrs- und Parkraumprobleme in Bodenheim

 

Sie kennen sicherlich auch den unerträglichen Zustand in der Gaustraße, Langgasse und in der Pfarrstraße!? Hier prallen auf engstem Raum verschiedene Nutzerinteressen geballt aufeinander: Ein hohes Kfz-Verkehrsaufkommen,das möglichst schnell die 600 Meter lange Engpassstelle passieren möchte; gleichzeitig herrscht ein hoher Pkw-Parkdruck in diesem Straßenraum bei starker Fußgängernutzung. Dies führt durch die sehr geringen Gehwegbreiten dazu, dass die Fußgänger auf die Fahrbahn ausweichen müssen.

 

Nach der baldigen Realisierung der Ortsrandstraße wird sich der Gemeinderat weiteren verbessernden Maßnahmen den verbliebenen Verkehrsthemen zu widmen haben.

Oberstes Ziel muss die Verbesserung der Verkehrssituation für alle Verkehrsteilnehmer sein (Kfz-, Radverkehr und Fußgänger). Der Kfz-Verkehrsfluss ist zu optimieren, jedoch ohne eine Erhöhung der Fahrgeschwindigkeit, da hierdurch die Verkehrssicherheit wieder beeinträchtigt wird.

 

Bereits im Jahre 1996 wurde ein Verkehrsgutachten erstellt, welches bis heute nichts von seiner Aktualität verloren hat. Es müssen nur einige Anpassungen vorgenommen werden. Die damals angefallenen Kosten in Höhe von umgerechnet 40.000 Euro waren eine gute Investition. Das Konzept wurde leider nie konsequent umgesetzt.

 

Schild Parkleitsystem

Die Bodenheimer SPD beschäftigt sich schon seit einiger Zeit intensiv mit diesem Gutachten und hat bereits heute konkrete Vorschläge für die Zeit nach der Wahl.

Beispielsweise die Rheinallee mit überdimensionierten Fahrbahnbreiten und linearem Straßenverlauf verleitet zu hohen Fahrgeschwindigkeiten. Lediglich 10% der Pkw-Fahrer halten sich an die Geschwindigkeitsbeschränkung von 30 km/h! Hier muss gehandelt werden!

Abhilfe könnten dort begleitende verkehrsberuhigende Maßnahmen mit der Errichtung von Fahrbahnteilern (Mittelinseln) mit integrierter Fußgängerüberquerung schaffen. Auch seitliche Fahrbahnverengungen (z.B. Baumscheibennasen) sind möglich.

Die Einführung der Vorfahrtsregelung („Rechts-vor- Links“) in der Rheinallee und der Bau des Minikreisels in der Hilgestraße/Rheinallee waren richtig. Der eingeschlagene Weg muss nur konsequent fortgesetzt werden z.B. auch durch Ausweitung von Tempo 30-Zonen.

 

Beispiel einer Parkplatzleitschilderung

Dringend muss die Situation des innerörtlichen Radverkehrs verbessert werden. Immer mehr Radfahrer werden auf die Gehwege verdrängt oder benutzen sie, da sie sich dort sicherer fühlen. Bei ausreichender Fahrbahnbreite kann diese Problematik mit der Kennzeichnung von eigenen Radspuren relativ einfach behoben werden.

Der Ruf nach Schaffung ausreichender Parkplätze ist verständlich. Die Forderung, für alle Parkplatzsuchenden zeitgleich Parkplätze im Ortskern bereit zu stellen, wird jedoch nie erreichbar sein. Der knappe Parkraum im Ortskern muss vor allem unter dem Blickwinkel der Effizienz und Sozialverträglichkeit den Anwohnern, dem Anlieferverkehr und den Geschäftskunden vorbehalten bleiben.

Keinesfalls dürfen diese Überlegungen dazu führen, z.B. den Dollesparkplatz auf Kosten der Parkanlage zu vergrößern. Dieser von der CDU im September 2008 eingebrachte Antrag ist kontraproduktiv, da hierdurch der unerwünschte Quell- und Zielverkehr wieder in den Ortskern gelenkt wird. Dies ist auch eine der Kernaussagen des eingangs zitierten Verkehrsgutachtens. Vielmehr, so der SPD-Vorschlag, sollten die Parkplatzsuchenden über eine zeitgemäße und optimierte Parkleitbeschilderung auf vorhandene Parkräume am Rande des Ortskerns gelotst werden. Großer Parkraum besteht bereits heute an der Plattenhohl. Weiterer Parkraum in ortsnahen Randlagen muss zusätzlich geschaffen werden. Zusätzlicher potentieller Parkraum kann beispielsweise in direkter Nachbarschaft zur Plattenhohl entstehen.

Plattenhohl_1

Parkraum an der Plattenhohl mit Erweiterungsfläche (rechts)

Für die SPD spielt insbesondere bei den Bodenheimer Großveranstaltungen der Parkplatz an der Sport- und Festhalle weiterhin eine zentrale Rolle. Hier ist die CDU/FWG-Bürgelmehrheit immer noch die Antwort schuldig, wie und wo nach dem Wegfall der ca. 90 Parkplätze ein Ersatzparkplatz geschaffen werden soll.

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