Das Thema „Zukunft unserer Sportstätten“ wird seit Jahren kontrovers und sehr emotional diskutiert. Die Sportvereine machen ihren Unmut angesichts der wachsenden Probleme zu Recht kund. Die nicht ausreichenden Raumkapazitäten und die Qualität der vorhandenen Sportstätten schränken die Sportvereine in ihren Aktivitäten ein.
Die CDU hat mit ihrem Sportkonzept Bürgel (Sportkonzept 2000) jedoch uneinlösbare Begehrlichkeiten geweckt. Hinzu kommt, dass seit über 10 Jahren bewusst auf notwendige Instandhaltungen verzichtet wurde; die Folgen sind fatal! Das CDU-Versprechen, das 100jährige
VfB-Jubiläum am neuen Sportzentrum zu feiern, konnte auch nicht gehalten werden.
Sehr gezielt wird eine Legende aufgebaut und gepflegt, die die SPD als den großen Projekt-Verhinderer darstellt. Dabei hatte die SPD niemals einen direkten Einfluss auf irgendwelche Abstimmungsergebnisse im Rat!
Dafür verspricht die Bodenheimer CDU nun zum dritten Mal vor einer Kommunalwahl (1999/2004/2009) die Umsetzung ihres Sportkonzepts 2000. CDU und FWG haben es also trotz ihrer 2/3-Ratsmehrheit 10 Jahre lang nicht geschafft, das Sportkonzept 2000 zu realisieren.
Das „Sportkonzept 2000“ erweckt immer mehr den Eindruck, als gehe es nach dem Motto „ …und die Hoffnung stirbt zuletzt.“
Selbstverständlich liegen uns verbesserte und zukunftsorientierte Bedingungen für unsere Sportler sehr am Herzen. Denn auch in der SPD befinden sich etliche aktive Sportler/innen.
Wir stellen somit endgültig klar:
Die gezielte FALSCH-Behauptung „SPD verhindert mit ihrer Verweigerungshaltung das Sportkonzept 2000“ soll nur vom Scheitern des CDU/FWG-Sportkonzepts 2000 ablenken.
Die Bodenheimer SPD verfolgt allerdings eine andere Politik als CDU und FWG. Wir setzen auf eine Politik der Nachhaltigkeit. Wir setzen uns für eine Stärkung des Ortskerns, für eine Politik verringerter Verkehrsbelastungen, für eine Politik der „kurzen Wege“ und für finanzierbare Lösungen ein.
Die logische Konsequenz: wir setzen uns für den Erhalt des Sportstandortes „Guckenberg“ ein. Und wir unterstützen die Forderung unserer Vereine nach einer zweiten Sporthalle.
Daneben sieht unser Konzept im Einzelnen vor:
Grundsanierung der Halllengewerke Dach, Heizung und Lüftung
Sanierung der Kunststoffbeläge des Großspiel- und Handballfeldes
Neubau von Sanitär-, Umkleide- und Lagerräume für die Fußballer des VfB
Errichtung von Lärmschutzwänden zu den angrenzenden Wohngebieten
Die Vorteile unseres SPD-Konzeptes liegen auf der Hand:
Es können kurzfristige Verbesserungen an den bestehenden Sportanlagen erfolgen.
Bei akutem Sanierungsbedarf verpflichtet das Sportstättenfördergesetz die Gemeinde an bestehenden Anlagen sofort zu handeln. Die Kommunalaufsicht kann dringend notwendige Sanierungsaufgaben nicht beanstanden.
Die Sanierungen könnten schrittweise, je nach finanzieller Lage der Gemeinde erfolgen.
Das SPD-Konzept stärkt und belebt den Ortskern.
Deshalb lautet unser Leitspruch:
„Sport im Ort“
Wir geben weiterhin zu bedenken:
Ein aktuelles Schreiben der Kreisverwaltung vom 30.4.2009 stellt die Gemeinde vor die entscheidende Frage, ob das Sportkonzept oder die Wohnbauentwicklung Leidhecke/Ahlen sterben soll. Die Realisierung beider Projekte schließt sich einander aus!!!!
Neben bereits beauftragten etlichen Gutachten in sechsstelliger Höhe sollen nun weitere 235.000 Euro für das europaweite Ausschreibungsverfahren ausgegeben werden; der Betrag entspricht in etwa den Sanierungskosten des großen Kunstrasenplatzes ….
CDU und FWG haben jetzt die provisorische Dachsanierung der Sporthalle „Guckenberg“ in Höhe von 50.000 Euro mit einer Haltbarkeit von nur vier Jahren beschlossen. Gleichzeitig ließ man die von der SPD beantragte einmalige Chance zur endgültigen Dachsanierung (Dichtigkeit und Wärmedämmung) mit Hilfe des Konjunkturprogramms II ungenutzt verstreichen: eine ungeheure Steuerverschwendung!
Den Bodenheimer Sportlern nützen keine utopischen Versprechungen. Es müssen sofortige Verbesserungen auf unseren Sportanlagen erfolgen. Wir verfolgen erreichbare Ziele. Die Fronten sind nach der jahrelangen Auseinandersetzung völlig verhärtet. Ein Neuanfang ist notwendig. Keinesfalls wird die SPD einen Weg über die Köpfe der Sportvereine hinweg beschreiten. Wir sind gesprächsbereit! Wir fordern aber auch seitens aller Beteiligten realitätsnahe und finanzierbare Forderungen. Die SPD strebt mit dem neuen Gemeinderat die Einsetzung einer offenen Gesprächsrunde unter aktivem Mitwirken der Sportvereine und ggf. unter Einbeziehung einer ausgebildeten neutralen Person an. Ziel ist eine einvernehmliche Vereinbarung auf der Basis des größten gemeinsamen Nenners, die schrittweise umgesetzt werden kann.