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Unser Ortskern:
Aufwerten und Wiederbeleben
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Wir schätzen Bodenheim als attraktiven und lebendigen Wohn- und Wirtschaftsstandort. Insbesondere ist hier unser historischer Ortskern mit seinen vielen Einkehrmöglichkeiten zu nennen. Bodenheim sollte mehr anbieten können als nur seine „Straußwirtschaften“.
Der Ortskern hat durch die liebevolle Sanierung einzelner historischer Gebäude punktuell städtebauliche Aufwertung erhalten. Dies kann jedoch nicht über den offenkundigen weiteren Sanierungsbedarf hinwegtäuschen. Vielmehr sind Maßnahmen erforderlich, die weit über die Förderung einzelner Privatvorhaben hinaus reichen. Vor allem ist die Gemeinde verpflichtet, absehbare negative Entwicklungen zu erkennen und rechtzeitig entgegen zu steuern.
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Unsere Plätze und öffentlichen Verkehrsflächen müssen durch Umgestaltung wieder attraktiver und zu Orten des Verweilens werden. Sie müssen wieder belebt werden und eine höhere Aufenthaltsqualität erhalten z.B. durch Begrünung und Gestaltungselemente wie Brunnen und Sitzbänke u.s.w.Der sich abzeichnende Bevölkerungsrückgang wird auch vor Bodenheim nicht Halt machen.
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Beispiel einer Ortskernsanierung in Nierstein
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Bereits heute beobachten wir vereinzelt Gebäudeleerstände und diese Entwicklung wird zunehmen. Die Gemeinde muss geeignete Maßnahmen ergreifen, um zu verhindern, dass der Ortskern ausblutet.
Die CDU hält nach wie vor am Dorferneuerungsprogramm fest. Wie die zurückliegende Erfahrung zeigt, ist dies nur ein Tropfen auf dem heißen Stein. Hiermit werden nur einzelne private Bauvorhaben im begrenzten Umfang gefördert. Eine flächenhafte Erneuerung des Ortskerns erfolgt hierdurch nicht. Vielmehr muss die Gemeinde städtebauliche Leitlinien entwickeln, was bisher seitens der Gemeindeverwaltung unterlassen wurde.
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Als echte Alternative bietet sich das landeseigene Städtebauförderungsprogramm an. Dieses fördert die im Ortskern notwendigen privaten und öffentlichen Maßnahmen mit sehr hohen Zuschüssen (60% bis 80%)! Das auf einen Zeitrahmen von 10 bis 15 Jahren ausgelegte Instrument bietet die Chance zum Einstieg in eine langfristig ausgelegte Ortskernerneuerung. Damit kann eine nachhaltige Verbesserung der innerörtlichen Lebensqualität erreicht werden. Neben der Sanierung der Bausubstanz spielt hier insbesondere der Erhalt von Einrichtungen des täglichen Bedarfs eine entscheidende Rolle. Auch das Abwandern ortsnaher Geschäfte (z.B. REWE, SCHLECKER) ist zu verhindern.
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Das im Oktober 2008 erschienene Landentwicklungsprogramm (LEP) empfiehlt den Gemeinden am Städtebauförderungsprogramm teilzunehmen, um damit die vielfältigen Vorteile und Chancen zu nutzen. Gleichzeitig verpflichtet das LEP erstmals die Gemeinden künftig ihre Schwerpunkte auf die städtebauliche Innenentwicklung und die Bestandssanierung auszurichten. Nicht zuletzt werden mit diesem umfangreichen Förderprogramm die heimischen Handwerksbetriebe durch zusätzliche Aufträge gestärkt. So ist dieses Programm auch von wirtschaftlicher und arbeitsmarktpolitischer Bedeutung. Es spricht also alles dafür, dass sich Bodenheim für die Aufnahme in dieses Programm bewirbt. Im neuen Gemeinderat wird sich die SPD zum wiederholten Male für eine solche Aufnahme einsetzen. Eine erfolgreiche Antragstellung setzt allerdings eine tragfähige Mehrheit des Gemeinderates voraus. Somit ist dieses Vorhaben auch von der Unterstützung weiterer Ratsfraktionen abhängig.
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Beispiele für Gestaltungselemente
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Das Städtebauförderungsprogramm stellt übrigens ein demokratisches Verfahren dar, bei dem die betroffenen Bürger während des gesamten Sanierungszeitraumes ständig einbezogen werden. Die Nachbargemeinden Nieder-Olm, Oppenheim und Nierstein setzen bereits seit vielen Jahren auf dieses Programm und der Erfolg gibt ihnen Recht.
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