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Neue Baugebiete und kein Ende…
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Die günstige räumliche Lage in der Rhein-Main-Region und die allgemein gute gesamtwirtschaftliche Situation löste in Bodenheim ab ca. 1970 eine große Nachfrage nach Bauland aus. Die Folge war ein enormer Baugebiets bzw. Bevölkerungsboom:
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1970: 4.500 Bewohner
1985: 5.700 Bewohner
2008: 7.450 Bewohner
Der Bevölkerungszuwachs von 65 % zwischen 1970 und 2008 schadete Bodenheim keinesfalls. Großen Anteil daran hatten die städtebaulich gelungenen Baugebiete (z.B. „Westrum“, „Lörzweiler Weg“, „Mittelweg“, …). Diese wurden unter der SPD-Führung bis 1984 entwickelt und realisiert. Dadurch gelang es auch unsere Neubürger in das Ortsgeschehen einzubinden; das Bodenheimer Kultur- und Vereinsleben profitierte sehr davon. Wir wünschen uns, dass uns dies auch im jüngsten Neubaugebiet „Kapelle“ gelingt. – Hier ein herzliches Willkommen von der SPD an unsere Neubürger.
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Die Bodenheimer Baulandpolitik ist dennoch an einem Wendepunkt angelangt. Wir sollten in weit geringerem Umfang Baulanderweiterungen anstreben.
Die Nachfrage nach neuen Baugrundstücken hat einen bereits erkennbaren Sättigungsgrad erreicht (siehe Bertelsmann-Studie).
Im Plangebiet „Leidhecke/Ahlen“ sind 220 Wohneinheiten vorgesehen. Die Gemeinde steht bei den Grundstückseigentümern im Wort, „Leidhecke/Ahlen“ und die Ortsrandstraße rasch zu bauen
In den zwei bereits genehmigten kleinen Baugebieten an den Ortsausgängen nach Nackenheim und nach Laubenheim entstehen weitere ca. 15 Wohneinheiten. Mittelfristig entsteht im Bereich des jetzigen Gartengrundstücks „Nacke“ (Schillerstraße/Kapellenstraße, Höhe ev. Kirche) eine private Erschließungsanlage mit insgesamt 15 Wohneinheiten. Gemäß dem Leitziel „Vorrang der Innenortsentwicklung vor der Ausweisung weiterer neuer Baugebiete“ unterstützt die SPD diese Entwicklung.
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Auch im Bodenheimer Ortskern beobachten wir einsetzende Gebäudeleerstände. Die Gemeinde tut gut daran, diese Flächen mit gesunder Gebäudesubstanz zu sichern.
Im Baugebiet „Kapelle“ gibt es noch ca. 20 % Baulücken; selbst im „Walter“ liegen noch drei Baugründstücke brach.
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Straßensituation im Baugebiet “Harle”
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Fazit: Die Ausweisung weiteren Baulands ist völlig überflüssig. Schon deshalb kommt für die Bodenheimer SPD eine Umwandlung des bisherigen „Guckenberg“- Sportgeländes in Wohngebiet mit geplanten 88 Wohneinheiten nicht in Frage.
Ein Schreiben der Kreisverwaltung vom 30.4.2009 (als Antwort auf Anfrage der Verbands-SPD zum VG-Flächennutzungsplan) bestätigt den SPD-Standpunkt. Zitat daraus: „Die zeitgleiche Umsetzung und in Kraftsetzung aller Bebauungspläne (Leidhecke, Ahlen und Guckenberg) ist nicht möglich.“
Dies bedeutet, dass im Falle der „Guckenberg“-Realisierung (= CDU-Sportkonzept 2000) das Wohngebiet „Leidhecke/Ahlen“ in den nächsten 10-15 Jahren definitiv nicht gebaut wird.
Umso fragwürdiger erscheint im gleichen Zusammenhang die Aussage des ehemaligen Ortsbürgermeisters, der den Grundstückseigentümern der Bergvariante bei jeder Gelegenheit ein weiteres Baugebiet in Fortsetzung von „Ahlen“ verspricht.
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Auch die Gewerbeflächenentwicklung ist an ihre Grenzen gestoßen. In Fortsetzung des bestehenden Einkaufs- und Gewerbegebietes „Lange Ruthe“ stehen seit ca. 15 Jahren etliche Hektar entwicklungsfähige Gewerbegrundstücke vergeblich zum Verkauf bereit. Was vielen vielleicht unbekannt ist: Der Erlös der gemeindeeigenen Gewerbegrundstücke ist für das CDUSportkonzept
2000 mit 4,5 Mio. Euro als fixe Kalkulationsgröße gesetzt …!?
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Im Sinne einer nachhaltigen Baulandpolitik setzt die Bodenheimer SPD auf das eigene Konzept:
- das Wohngebiet „Leidhecke/Ahlen“ ist sofort zu realisieren
- die Gemeinde muss sofort Abstand von dem geplanten Wohngebiet „Guckenberg“ nehmen
- um bislang unbekannte Entwicklungspotentiale sichtbar zu machen, ist umgehend ein Baulücken- und Leerstandskataster zu erstellen
- der Innenortsentwicklung ist vor der Ausweisung weiteren Baulands Vorrang zu geben
- die SPD begrüßt die auf private Initiative zurück zuführende Reaktivierung der früheren Industrie- und Gewerbebrachen. Wir werden hier eine aktive Mittlerrolle der Gemeinde anstreben, um diese positive Entwicklung zu unterstützen.
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